• Delegation in der Personalentwicklung

    Geposted am 18. Januar 2013 von in Führungscoaching

    Durch mehr Köpfe effizienter ans Ziel

    Vorteile und Fallstricke in der Delegation

    Ist ein Organisationskonzept, das Arbeitsteilung(en) vorsieht und umsetzt.
    Es geht dabei um die Übertragung von Kompetenzen, Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse auf hierarchisch nach-geordnete organisatorische Einheiten.
    Delegation führt immer von Zentralisierung zu Dezentralisierung, d.h. z.B. vom Führungsmodell
    „Top-Down“ zum Führungsmodell „Bottom-Up“

    Arbeitsaufgaben verteilen/delegieren bedeutet:

    • Die richtige Arbeit
    • zur richtigen Zeit
    • im passenden Umfang
    • an qualifizierte MitarbeiterInnen zu übertragen

    Das Ziel von Delegation ist häufig, dass der/die DelegationsgeberIn von (Routine-)Aufgaben entlastet werden will/soll.
    Die dafür notwendige Delegationfähigkeit beinhaltet, Vertrauen in die Leistungen Anderer zu haben und setzt eine gewisse Fehler-Toleranz gegenüber den Leistungen Anderer voraus.
    Aber auch die fachliche und persönliche Weitsicht, dass der/die DelegationsnehmerIn zwar andere/
    eigene Wege geht um die Aufgabe zu erfüllen, dass aber diese Wege auch zum Ziel führen/führen können.
    Der/die DelegationsgeberIn muss die Aufgabengebiete klar umreißen, sie am besten schriftlich formulieren und sich vergewissern, dass der/die DelegationsnehmerIn die Aufgabe verstanden hat.
    Der/die DelegationsgeberIn muss immer wieder Ergebniskontrollen durchführen und diese schon beim Übertragen der Aufgaben ankündigen.
    Sachlich begründete Anerkennung / Lob für erreichte Teilziele durch den/die DelegationsgeberIn wirkt sich in der Regel zielführend aus.
    Der/die DelegationsgeberIn muss sich klar darüber sein, dass sein/ihr Detailwissen durch Delegation geringer wird, er/sie aber auch gerade dadurch und grundsätzlich entlastet wird.

    Der/die DelegationsnehmerIn muss Fähigkeit und Motivation zu selbstständigem Denken, Handeln und Entscheiden besitzen oder an diese heran geführt werden.
    Bei noch nicht erprobten Delegationen sollten Rückkoppelungen zwischen DelegationsgeberIn und DelegationsnehmerIn auch während des Arbeitsprozesses möglich sein.

    Eine gelungene Delegation bewirkt bei DelegationsnehmerInnen immer eine Steigerung von Motivation, Identifikation, Engagement, fachlichen und persönlichem Selbstwert und setzt eine Kompetenzentwicklung in Gang.

    Eine gelungene Delegation bewirkt auch, dass Arbeitsaufgaben auf mehrere Schultern und Hirne verteilt werden und so Ziele schneller, effizienter und innovativer (mehr Köpfe mehr Ideen) erreicht werden können.

    Die Kunst von Teamführung und Delegation besteht darin, MitarbeiterInnen so miteinander zu verbinden, dass jede/r sich entsprechend seiner/ihrer individuellen Talente und Stärken einbringen kann. Dies verhindert, dass Energien an Dinge verschwendet werden, die dem/der Delegations-nehmerIn nicht liegen und für die er/sie unverhältnismäßig viel Zeit und Kraft aufwenden müsste.
    Die Ergebnisse einer geglückten Delegation kann das Ergebnis bester Einzelergebnisse weit über-steigen

    Fallstricke bei Delegationen können sein:

    • dass die MA-Qualifikation bezüglich der delegierten Arbeit falsch eingeschätzt wird;
    • dass Delegation als Macht- bzw. Manipulationsinstrument benutzt wird;
    • dass der zeitliche Aufwand für noch nicht erprobte Delegation unterschätzt wird;
      (Delegation kann u.U. zunächst mehr Zeit kosten, als sie einspart => bei einer geglückten Delegation kehrt sich dieses Phänomen um);
    • dass nur uninteressante Aufgaben delegiert werden;
    • dass der Kommunikationsbedarf nicht der Situation entsprechend eingeschätzt und/oder eingeräumt wird;
    • dass ein grundsätzlicher Widerwille des/der DelegationsgeberIn gegen Delegation besteht (kann unterschiedliche Gründe haben).

    Sowohl in meiner Personalentwicklung, als auch in meinem Coaching galt und gilt:

    „Behandele Menschen so, als ob sie das wären, was sie sein könnten
    und hilf ihnen, das zu werden, was sie werden könnten.“
    Johann Wolfgang v. Goethe

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